Kompendium der Bundestagswahl (Teil 6): Das Parteiprogramm von Bündnis 90/Die Grünen (Teil 4)

Wahl… Oh… Unbehagen 27

Erik verließ uns pünktlich zum unangenehmsten Teil des Programms der Grünen. Es geht um Gerechtigkeit. Wie kann das also unangenehm sein? Ihr werdet es hier hören. Da kann man auch nicht ganz so viel Spaß wünschen, wie sonst, aber ihr werdet es schon schaffen. Konkreter führt dies zu Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, Teilen des Wohlstands, Sozialstaat, Kinderarmut, Familienförderung und gute Arbeit. Außerdem gibt es den abschließenden Zehn-Punkte-Plan und dann sind wir sogar schon fertig.

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Teil 3

2 Gedanken zu „Kompendium der Bundestagswahl (Teil 6): Das Parteiprogramm von Bündnis 90/Die Grünen (Teil 4)

  1. Sorry aber da seid ihr teilweise ziemlich über’s Ziel hinausgeschossen. Wo ist das Problem, dass man zum Grundeinkommen schreibt „Man will die Debatte in den Blick nehmen“ anstatt „man will die Debatte führen“?
    Bzw. schreibt man sogar noch davor, dass man die Debatte vorantreiben will. Wo ist das bitte weniger konkret als das was Die Linke schreibt? Es genau das gleiche gemeint. Gerade, wenn sie später davon sprechen, dass sie es ausprobieren wollen.

    Und wenn man schreibt „gerade für Frauen“ meint das nicht, dass Männer damit ausgeschlossen sind. Und da Frauen momentan eben nicht im gleichem Maße erwerbstätig sind wie Männer ergibt es voll und ganz Sinn es nochmal extra zu erwähnen. Kann man als unnötig empfinden aber da Kritikpunkt, es würden nur Frauen damit gemeint sein ist ein ziemlich großer Strohmann.

    Freiberufler und Beamte werden zur Bürgerversicherung ein einem späterem Schritt hinzugefügt, weil sie dadurch, dass diese meist Privatversichert sind und entsprechend noch Ansprüche haben, diese eventuell verfallen, wenn sie sofort in eine Bürgerversicherung einbezogen werden würden.

    Und wegen „Slalom durch Schlaglöcher“, ist das euer ernst? ‚Durch‘ im Sinne von ‚auf Grund von‘ ist gemeint.

    • Großes Lob, wenn sie den Feldversuch machen wollen. In Schleswig-Holstein haben sie das ja jetzt mit CDU und FDP zusammen auch vor. Und ich glaube nicht, dass wir da etwas gegen hatten. Aber es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen „Man will die Debatte in den Blick nehmen“ und „man will die Debatte führen“. Beides hat nicht sehr viel Inhalt, aber ersteres überhaupt keinen. Und vor allem ist das wirklich Politikersprache schlechthin.
      Der Unterschied zur Linken liegt darin, dass es dort bereits diskutiert wird.

      Ich sage nicht, dass damit nur Frauen gemeint sein sollen, wenn ich es so äußerte, war das nicht gemeint. Aber es ist, in meinen Augen, vollkommen bescheuert, immer wieder irgendwen besonders hervorzuheben. Warum nicht alle gleich behandeln?

      Ja, letzteres ist mein Ernst. Sie schreiben „Kann man ein-
      fach mal losradeln, ohne Slalom durch Schlaglöcher fahren zu müssen?“ Meiner Meinung nach kann man in diesem Fall „durch“ nicht im Sinne von „aufgrund von“ verwenden, aber vielleicht ist das ja nur meine Sicht und meine Erfahrung mit der Benutzung dieses Wortes. Klingt für mich hier gar nicht nach diesem Zusammenhang. Und so entsteht außerdem eben auch diese unfreiwillig absurde andere Bedeutung.

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