#96: Der Oberprügler des Bösen

Kompendium 39

Michael und Michael haben wieder mal nur Unsinn im Sinn und tauschen sich zu dieser Gelegenheit über die neuesten Erlebnisse in puncto Filme und Videospiele aus.
Mit dabei sind so aktuelle Kracher wie Warcraft und The Nice Guys, wie auch die Demo zu Resident Evil 7, obskure japanische Filme über das Make-up beim Pornodreh und natürlich Dauerbrenner wie JoJo (Teil 4) und Buffy (Staffel 2 und 3).
Also steigt in euer Spikemobil und driftet, bis die Mülltonnen umkippen!

Podcast herunterladen

00:00:00 Intro/Begrüßung/Wir wollwn eure Kommentare
00:04:20 „Ich dachte, die Amerikaner seien die Bösen!“
00:07:20 „Bei Alien passiert ja gar nichts!
00:13:45 Pappmachéorks und das Kriegshandwerk
00:23:10 Zurück zur CGI-Debatte
00:26:23 Oh my JoJo!
00:29:03 Die Liebe einer Mittelschülerin ist das Wertloseste im Universum
00:35:50 Russel Crowe hört auf
00:42:10 Resident Hazard The Movie The Game The Movie The Game The Movie The Game Teil 7
00:51:45 Pornoschminke mit Sperma im Auge
00:56:58 Marsianischer Höllenbrunnen
01:06:47 Regnerischer Zombiewaldmann
01:11:50 Figuren mit Charakter im heldenbasiertem Schießspiel
01:20:16 Das Sterben der Menschheit
01:26:40 Dreisatzdemo
01:28:00 Yakuzavampire mit Ohrenwasser
01:41:45 Nananananananananananananana…
01:54:36 Platt & Wein
01:55:00 Todzerstörungwolf
02:04:45 Die Staffel mit Spike
02:20:05 Die Staffel mit Nicht-James-Spader
02:37:25 Abschied/Outro

8 Gedanken zu „#96: Der Oberprügler des Bösen

  1. Zur Alien-Sache:
    In der ersten halben Stunden vom Film bekommt man reine Exposition was in der Regel einfach nicht funktioniert. Dazu hat man hauptsächlich einen Fokus auf die Figuren aber kaum auf das Setting. Wodurch die Welt lange sehr austauschbar wirkt. Den Charakteren versucht man dann Tiefe zu geben, was man aber vollkommen plump und mit dem Zaunpfahl wedelnd dem Zuschauer ins Gesicht prügelt. „HUHU guck mal hier dem Typen geht es nur um’s Geld“ („Die Anteile …“ der Schwarze immer wieder) Wodurch sie nicht über eine tatsächliche Persönlichkeit oder gar Weltsicht charakterisiert werden, sondern über irgendeine beliebige Kleinigkeit welche in der späteren Handlung vollkommen irrelevant ist. Einen wirklichen Grund mich für die Tode der Figuren zu interessieren gab es für mich auch nicht, wobei ich da allgemein schwer zu begeistern bin wenn es sich um fiktive Figuren handelt die dumm oder nicht nachvollziehbar handeln.

    Zu dem Bewerten von alten Filmen:
    Wenn ich heute einen Film gucke, dann vergleiche ich ihn mit allen anderen Filmen die ich bisher gesehen habe und wenn es einen oder mehrere Filme gibt, die die gleiche Idee ähnlich und eventuell besser umgesetzt haben, dann ist es für mich kein Argument zu sagen „Aber dieser hatte sie zuerst“. Filmhistorisch kann man das so betrachten, muss man teilweise sogar aber der Film an sich wird ja nicht besser nur weil er älter ist. Filme sind immer noch ein UnterhaltungsPRODUKT und wie jedes andere Produkt altern sie. Wenn wir Dinge nur noch in ihrem historischen Kontext bewerten, dann müssen wir auch die Röhrenfernseher abfeiern, weil damals war sei ja mega beeindruckend. Und das fänd ich ziemlich schwachsinnig.

    Praktisch vs. CGI:
    Praktische Effekte sind in sofern immer besser, da sie im Gegensatz zum CGI (aktuell) echt wirken. Und selbst das beste CGI verhindert nicht, dass unser Gehirn unbewusst merkt, dass etwas nicht natürlich/zu glatt/zu sauber aussieht. Die kleinen unscheinbaren Fehler die man in der echten Welt einfach hat können (noch) nicht von Computer generiert werden. Sofern man also einen immersiven Film haben möchte sind praktische Effekte besser.

    • Erstmal danke für den Kommentar. Ich habe mir jetzt extra nochmal die erste halbe Stunde von Alien angesehen. Die ersten fünf Minuten sind die Titeleinblendung und Aufnahmen des Schiffs. Das sieht man von außen, von innen und es gibt einige wunderbare Detailaufnahmen der Innenausstattung, die vom Design her schon so individuell und interessant ist, dass ich nicht nur gerne mal da durchlaufen würde, sondern man auch einen guten Eindruck von der, ganz und gar nicht austauschbaren, Welt bekommt. Dann sieht man die Besatzung drei Minuten lang beim Frühstück und in den nächsten fünf Minuten wird schon das Problem, dass sie nicht auf Kurs sind und das da ein Notruf ist, eingeführt. Sieben Minuten lang fliegen sie dann zum Planeten, dass Schiff wird beschädigt und dann geht es auch schon los, zu dem Alienschiff. Also geht es quasi nach 20 Minuten mit dem spannenden Teil los (wobei selbst schon die Titeleinblendung atmosphärischer ist, als viele andere Filme). Die Prämien werden genau 4x in dieser Zeit angesprochen (übrigens von zwei Typen) und das dient nicht einfach nur, um zu zeigen wie geldgeil die sind, sondern anhand der Reaktionen erklärt dir der Film die Hierarchie und charakterisiert die anderen Figuren. Funktioniert halt, zu zeigen wie verschiedene Leute auf das selbe Thema reagieren und etwas wie die Androhung, die Prämien zu streichen, wenn sie nicht auf ihre Extramission gehen, charakterisiert auch gleich noch die Welt. Ansonsten reden wir immernoch über einen Horrorfilm, der dir anfangs normale Leute bei ihrer Arbeit zeigt. Natürlich werden da keine philosophischen Debatten geführt oder tiefschürfende Weltansichten diskutiert. Und wenn mich die Figuren in einem Film so wenig interessieren, dass mir ihr Ableben egal ist, schalte ich den aus, weil er offensichtlich Müll ist.

      Was die Bewertung angeht: Filmhistorisch kann man nicht nur in Betracht ziehen, wann der Film erschien, sondern man muss es. Ansonsten ist natürlich der bessere Film schlicht besser. Egal ob er neuer oder älter ist. Aber ich kann einem Film aus den 70ern eben auch nicht vorwerfen, Ideen aufzugreifen, die ich jetzt schon 1000x gesehen habe. Der Film kann eben nichts dafür, wenn ich die, die ihn kopierten, vorher sah. Wobei ich da generell weniger das Problem beim Film, als beim Betrachter sehe. Denn da ist oft eher die Frage: Kann ich mich auf den Film einlassen, obwohl er anders gemacht wurde, als ich das gewohnt bin? Denn wenn man glaubt, heute wären alle filmtechnisch weiter oder besser liegt schlicht falsch. Viele Regisseure scheinen schlicht nichts von früheren Filmen gelernt zu haben, weshalb sicherlich auch so viele modernisierte Neuauflagen alter Filme kolossal scheitern. Im Konkreten Fall Alien wäre dann nur die Frage: Welcher ähnliche Film macht es denn besser? Ich habe noch keinen gesehen. Genauso sieht der auch heute noch schöner aus, als die meisten anderen. Wo wir wieder beim Punkt CGI wären: allein die ganze Innenausstattung des Schiffs könntest du mit CGI nicht besser machen und was hier mit Modellen dargestellt wurde (Schiffe, Planet) würde mit CGI auch nicht besser oder glaubwürdiger wirken.

  2. Die Serie hieß tatsächlich nur „Frauenknast“ und (das ist jetzt kein scheiß) ich bin in einer Folge kurz an der Essensausgabe zu sehen, weshalb ich es noch viel lustiger fand, dass ihr mich als Quelle aufgefordert habt 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *