#224: Geilo Ben

Filmspezial 81

Porgs? Doof. Humor? Doof. Krasse Jedikräfte? Doof. Lang? Doof. Snoke? Doof. Hux? Sowieso doof. Kylo Ren? Doof. Ton? Doof. Krasse Action? Doof. Rian Johnson? Doof. Sowieso alles? Doof. Oder vielleicht sind auch mal wieder die Fans doof? Möglicherweise! Michael und Michael gehen der Sache auf den Grund!
Zur Erinnerung: „Die Macht erwacht“ (wie der vorletzte Star-Wars-Film hätte heißen sollen) wurde hier sehr gemocht. „Ohne Rouge“ (wie der Film danach hätte heißen können) weniger. Wo wird sich also dieser Film in die Reihe einfügen? Wird es der beste Star Wars seit der Originaltrilogie? Oder eher ganz großer Unfug? Verstand jemand möglicherweise besser, als die Fans, was die Reihe ausmacht? Oder drehen die alle berechtigt am Rad? Und sind Adam Drivers Nippel und ein Bügeleisen Grund genug, den Film sehen zu wollen?
Viel zu viele Fragen, doch gibt es für alle auch Antworten. Zumindest bei uns.

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6 Gedanken zu „#224: Geilo Ben

  1. Jetzt muss ich mich aber doch auch mal zu Wort melden. Vorweg: ich bin riesiger Star Wars-Fan und ich stimme euch zu, dass zumindest bei den ganz krassen Ausreißern nach unten in der Kritik relativ viele Leute dabei sind, die es doch arg übertreiben. Dennoch hatte auch ich so meine Problemchen mit Episode VIII. Letztlich bin ich etwas zwiegespalten nach dem Kinobesuch. Einiges fand ich herausragend, anderes so gar nicht. Tatsächlich bietet der Film einige wirklich tolle Ideen sowohl innerhalb der Handlung als auch innerhalb der Entwicklung einiger Figuren, was aber augenscheinlich nicht jedem gefällt. Muss es nicht, ich finds gut. Der referenzielle Charakter ist nun eher visueller den erzählerischer Natur, das fand ich schon mal gut. Auf der Gegenseitie empfand ich die Narrative als etwas holprig: immer wenn ich das Gefühl hatte, dass ein Handlungsstrang beginnt Fahrt aufzunehmen, dann sprang der Film zum nächsten. Wenn dann auch noch einer dieser Stränge für die eigentliche Geschichte in Episode VIII nahezu vollkommen irrelevant ist, keinerlei Auswirkung auf die Haupthandlung hat und genau so wie er ist komplett entfernt werden und ohne erzählerischen Verlust gestrichen werden könnte, dann ist der Film mit seinen 152 Minuten Laufzeit vielleicht etwas zu lang geraten. Und dann das leidige Thema Humor: auch wenn mancher Gag irgendwie nach Marvel roch und mir persönlich etwas zu drüber war, würde ich den Humor an sich eher weniger als Problem ansehen. Was mich aber stört ist, dass ganz oft jeglicher Anflug von Ernsthaftigkeit und Dramatik mit einem Witz erstickt wird. Da überkommt mich tatsächlich hin und wieder das Gefühl, dass das Franchise nicht sonderlich ernst genommen wird. Sicherlich kann man auch das mögen, ich hätte mir da etwas mehr Ernsthaftigkeit gewünscht. Ich frage mich zum Beispiel: warum plötzlich Rose als Love Interest für Finn? Witzig, dass ihr da Rey erwähnt. Ich dachte eher an Poe, denn einige Szenen in Episode VII lassen sich durchaus so lesen. Hätte mir gefallen. Dann wäre es schön gewesen, wenn man Chewbacca wenigstens mal kurz angemerkt hätte, dass er seinen besten Freund und Jahrzehnte langen Begleiter verloren hat. Na gut. Und Luke und Leia sehen sich nach ebenfalls Jahrzehnten wieder und ihr fällt nichts weiter ein als auf ihre Frisur anzuspielen? Aus Verlegenheit? Okay, kann man ja alles machen, aber wenigstens einen Hauch mehr Ernstahftigkeit hätte ich begrüßt. Dennoch sicherlich ein guter und unterhaltsamer Film, der zumindest ein Schritt in die richtige Richtung ist und die ganz bösen Verrisse nicht verdient. Mir persönlich gefiel Episode VII ein klein wenig besser wegen der etwas runderen Erzählstruktur, aber das ist Geschmackssache. Und die Kritik an Kylo Ren kann ich jetzt und konnte ich schon zuvor absolut nicht nachvollziehen, denn der Kerl ist so ziemlich das Beste, was Star Wars seit langem passiert ist und die deutlich vielschichtigste Figur der neuen Filme. Und in Rey bin ich nach wie vor ein bisschen verknallt…. Puh, jetzt hab ich mich doch hinreißen lassen…. naja. Herzensangelegenheit und so. Kennt ihr. So oder so bin ich wieder einer der ersten im Kino, wenn dann Episode IX in den Startlöchern steht.

    Eines noch: am Ende dachte ich mir, dass man sich vielen Stress im Star Wars-Universum hätte ersparen können, wenn in Episode IV jemand schon auf die Idee mit einem Hyperraumsprung einfach mal den Todestern zu spalten….

    Möge die macht mit euch sein 😉

    • Deine Punkte kann ich alle vollkommen verstehen und der Film ist sicher nicht perfekt. Ebenso wie es Teil 7 war. Man hätte einiges besser machen können. Nur stören mich persönlich die Punkte alle nicht sonderlich. Einiges wird sich da eventuell noch bei folgenden Durchläufen ändern. Mal sehen. Aber die Ernsthaftigkeit wurde für mein Empfingen gar nicht vom Humor unterlaufen. Die Szenen haben auf mich alle, so wie sie waren, wunderbar gewirkt. Ergriffenheit inklusive. Gerade die Szene mit Luke und Leia schreit nach einem Witz, weil er sich offensichtlich wahnsinnig schuldig fühlt und sich ewig entschuldigen würde, nähme sie ihm dies nicht mit eben diesem Witz ab. Nach dem Motto: „Brauchst nichts sagen, ist alles gut. Schön, dass du wieder da bist.“ Generell wirken die Witze in den dramatischen Momenten eben wie doofer Galgenhumor, wie ich ihn selber vermutlich auch bringen würde. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren.
      Aber generell: Wenn man sich nach dem Genuss des Films in einem Zwiespalt sieht, hat er mehr geschafft, als alle Marvelfilme zusammen. Denn die rufen viel zu oft einfach nur noch Gleichgültigkeit hervor. Keine Höhepunkte, keine nennenswerten Tiefpunkte, alles irgendwie gleichförmig. Hier habe ich das Gefühl, dass sich die Macher wenigstens so richtig ausgetobt haben und entsprechend Spaß hatten.

      • Deinem letzten Absatz kann ich natürlich nur zustimmen. Und wie gesagt, ich fand ihn insgesamt ja auch gut, nur nicht sehr gut. Und das Admiral Akbar mit nem Nebensatz abgetan wurde, das hatte er wirklich nicht verdient….

  2. Ach, und was Rogue One angeht, der gefiel mir durchaus auch, aber die Dramatik des Filmes sehe ich weniger in den Figuren oder der eigentlichen Handlung, sondern vielmehr in den leisen Zwischentönen, die von Terrorismus flüstern und auch die Frage stellen, wie heldenhaft dieser Trupp von Rebellen denn nun eigentlich ist. Letztlich alles eine Frage der Perspektive. So, jetzt aber 😉

    • Ja, die Zwischentöne sind gut und da sind auch sonst gute Ideen drin. Ich brauche trotzdem Figuren, die mich interessieren, damit der eben nicht beim zweiten Mal langweilt. Bzw. sehe ich ja generell die große Stärke der ganzen Star-Wars-Reihe in den tollen Figuren und erwarte das dann eben auch. Ich glaube, unsere Folge zu Rogue One war damals auch gar nicht so negativ und erst, als wir den noch einmal sahen, ging es bergab. Und jetzt habe ich leider gar kein Interesse mehr, den noch mal zu sehen. Sehr schade.

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