Wochenrückblick des Unbehagens 47
Seid ihr schon spieleabhängig und braucht eher eine Therapie als einen Gefängnisaufenthalt? Oder braucht ihr nur Zuneigung? Vielleicht bietet sich dann ja intime Zweisamkeit mit einem Roboter an. Und wenn ihr mit eurer Sucht nicht mehr leben könnt, hat man in den USA einen neuen Weg gefunden, euch ganz endgültig zu helfen. Im Anschluss könnt ihr dann mit Glück auch auf Lotte – nicht nur ein Konzern mit einem, wie es in Südkorea anscheinend ganz normal ist, korrupten Geschäftsführer, sondern auch eine begrabene Person – und Irma stoßen.
In unserem Rückblick auf die Woche vom 11. bis zum 17. November begegnet ihr außerdem sechs Unterarten von Ameisenbären, einem Schuppentier und einer Organisation, die gegründet wurde, diese zu schützen, aber heute lieber Roboter – sicherlich auch für Sex geeignet – auf Obdachlose loslässt.
Und wir beschäftigen uns auch mit entarteter Kunst von Max Ernst, geretteter, gekaufter und zurückgeschaffter Kunst in Katalonien und Aragón und signierter Kunst im menschlichen Körper.
Am Ende bleiben nur noch die Fragen: Was soll ich wählen? Und wo befindet sich der Hubraum?
Podcast herunterladen
00:00:00 Begrüßung/Intro
00:15:10 Montag: Sex statt Therapie und Oppositionsverbot
00:24:36 Dienstag: Netflixneutralität, unrechtmäßige Berichterstattung, Maschinensex, weniger ist besser, japanisches Bücherhotel, Spaß mit AfD-Ideen und der Disneyfuchs des Jahrhunderts
00:57:38 Mittwoch: Razzia bei Fans, Roboter gegen Obdachlosigkeit, Zensurverlangen im Namen der Moral, alternative Todesstrafe, alter Bär, Stiftung Netzneutralitätstest und Googletrends
02:15:45 Donnerstag: Nazifinanzierungsamt, Lügenzähler, koreanische Korruption, Helmverbot, erniedrigende Regierung, signierte Leber, chinesische DNS-Sammler und Urteil gegen Datensammler
02:49:22 Freitag: „Die sehen doch alle gleich aus!“, Trumps verbotener Fötus, Luxemburg will kein Geld von Amazon, stuhlwerfendes Fischfilet, der manipulierende Amerikaner, gegen Haarfärbepflicht und für Drogenentzug statt Gefängnis
03:18:33 Samstag: Der Uberspion, Kabelkiste, klügere Menschen in der SPD und Lehrer mit Pistole
03:26:25 Sonntag: Viele kleine Ameisenbären, sündhafte Nachrichten und Sieg im Spiel führt zum Sieg in der Liebe
03:33:40 Brennpunkt: Österreich
03:54:04 Normans Lesetipp: Kranke Videospieler
03:54:27 Abschied/Outro
Filmspezial 77

Wenn man eine Bachelorarbeit schreibt, dann hat man was zu erzählen. In der Regel sogar wesentlich mehr als auf 30 Seiten passt. Jan Lukas forschte über den „Filmmagier“ Ōbayashi Nobhiko, außerhalb Japans vor allem bekannt durch seine Horror-Antikriegsfilm-Drama-Komödie „Hausu“ (nebenbei Michaels Film Nummer 1). Der schicke Opa und Pazifist der ersten Stunde blickt auf eine lange Karriere zurück: als Werbefilmregisseur, Experimentalfilmer, Schaffer von Mainstreamkassenschlagern und neuerdings auch sogenannten Essayfilmen.
Jan Lukas führt im Podcast seine Arbeit über den Film „No no nana nanoka“ aus und nutzt die Gelegenheit dabei alles zu verwerten, was es nicht aufs Papier geschafft hat. So viel Trivia über den Kultregisseur gibt es in keinem anderen deutschen Podcast oder Blog oder egal (prove me wrong)! それでは、用意スタート!
P.S. Bitte keinen Ketchup aufs Klavier!

Obayashi
Podcast herunterladen
0:00:00 Begrüßung
0:05:30 Biografisches
0:44:40 Zum Ōbayashi -Stil
0:54:40 Hausu ハウス(1977)


1:31:05 Casting Blossoms in the sky この空の花・長岡花火物語 (2012)
1:59:00 Der große Theorieblock: Essayfilm, Kino nach Fukushima, Cinema Gernica und Produktionsweise
2:29:20 Seven Weeks 野のなななのか (2014)
3:14:10 Hanagatami 花筐 (2017)
3:20:45 Politische Abschiedsworte (Rede TIFF)
3:23:25 Filmografie
3:27:50 Abschied
Anmerkungen:
Die Firma PSC wurde 1976 gegründet von seiner Frau Ōbayashi Kyoko gegründet, ein Jahr vor der Veröffentlichung von Hausu. Das Unternehmen wird bis heute von der Familie geleitet.
Links:
Ausgewählte Filmografie:
1964 Complexe
1966 Émotion 伝説の午後・いつか見たドラキュラ
1977 Hausu ハウス
1982 Tenkousei 転校生
1983 Toki o kakeru shojo時をかける少女
1984 Tengoku ni ichiban chikai shima天国に一番近い島 (Anstelle des Trailers ein Lied von Harada Tomoyo)
1985 Sabishinbo さびしんぼう
1987 Drifting Classroom 漂流教室
1991 Futari ふたり
1998 SADA
2012 Casting Blossoms in the sky この空の花
2014 Seven Weeks 野のなななのか
2017 Hanagatami 花筐
Zusätzliche Links:
House – Q&A with Director Nobuhiko Obayashi (der Tarzan-Schrei)
House Filmanalyse
Obayashis AKB48-Video: So long!
Charles Bronson Mandom Perfum Commercial (1976)
Einradaufführungen mit der Hauptrolle von Casting Blossoms in the sky
Obayashi Auftritt: Tokyo International Film Festival (englische Untertitel)
Textempfehlungen:
Interview bei Screen Anarchy
Abstract von Kaffens Essay über „Casting blossoms in the sky“

Film- und Forschungsmaterial. Obayashis Autobiografie Boku no eiga jinsei, Filmzeitschrfit Kinema Junpo etc.

Der Hausu-Manga

Die Hausu-Girls

Unser Hausu-Girl-Nr. 1 mit dem Obayashi

Jinbo Miki
Wochenrückblick des Unbehagens 46
Wusstet ihr eigentlich, dass Japaner am häufigsten im Sitzen onanieren, keine Musik machen können und auch lieber nicht tanzen sollten? Das ist tatsächlich so schlimm, dass selbst ihre Landsleute durch die Decke gehen und laut aufgedrehte Fernseher pfählen! Und was fällt der Europäischen Union dazu ein? Ein sogenanntes Freihandelsabkommen à la CETA oder TTIP mit denen abzuschließen, um die eigene Umwelt und Demokratie weiter zu zerstören.
Die Woche vom 04. bis zum 10. Dezember hatte aber noch einiges mehr zu bieten. Die Ukrainer möchten Micheil Saakaschwili nicht im Gefängnis sehen, HC Strache und Sebastian Kurz dafür aber die Menschen in Österreich zwölf Stunden am Tag und 60 Stunden in der Woche arbeiten (lassen) und Quentin Tarantino seinen letzten Film drehen. In Deutschland versucht indes RTL, die Polizei auszuspionieren. Hätten sie das mal die USA machen lassen, denn die machen das auch ohne Erlaubnis nur allzu gern.
Wir können verstehen, wenn ihr von der traurigen Welt genug habt, also schaut Polysemia und macht viele, viele Wortspiele, denn die Menschheit wird nicht erlöst werden, bevor nicht alle Wortspiele gemacht sind.
Podcast herunterladen
00:00:00 Intro/Begrüßung
00:07:24 Montag: Wahlkampf in Unfreiheit, J-Pop vs. K-Pop, erst dagegen, dann dafür und dann getötet, Cassanova rettet McDonald’s, Apfelsteuerprobleme in Irland, Wehrmachtsfanartikel bei Real und Fernsehsenderbesatzung
00:37:44 Dienstag: Visa für Klimaflüchtlinge, „Das ist doch keine Werbung!“, schwarze Oasenliste, der Saakaschwili nun im Knast, Zuwachs beim bösen Disneyimperium und ein letztes Mal Polysemia
01:19:16 Mittwoch: Urteil in Detroit, mehr Arbeit in Österreich, Undercover bei der Polizei und Wehrmachtsstolpersteine
01:39:42 Donnerstag: Tarantino Trek, teure Regierung, drei gute Spiele für Nintendos Switch, mehr From-Software, Gewinnerspiele, „Wo ist meine Medallie?“, Wolfgang will ungeregelten Verkehr, Yakuza mit Spielzeugwaffen, Pikapool und der Mann, der durch die Decke kam
02:31:30 Freitag: Käse für Japan, „So hakenkreuzig ist das gar nicht“, „Was scannt eigentlich dieser Sicherheitsscanner?“, Doppelselbstmord aus Liebe(?), Erdogan macht Unsinn, die Onaniestudie und Überwachung ohne Verfallsdatum
03:27:30 Samstag: Jean-Luc bei Tarantino Trek, Vorführeffekt bei der Bahn, Arbeitsplatzüberwachungsdrohne und der IS ist mal wieder besiegt
03:43:43 Sonntag: Argentinien spielt Hamburg, Japan kauft mehr Raketen und gesegnete Smarphones
03:56:46 Abschied/Outro
Filmspezial 76

Endlich kommen wir etwas voran, mit den Besprechungen der diesjährigen Nippon Connection und endlich kommen wir zu einem der besten Filme, die es in diesem Jahr dort zu sehen gab: Shunji Iwais A Bride for Rip Van Winkle; ein Film über eine junge Frau, die ihr Glück in Beruf und Ehe sucht, in beiden Punkten scheitert und in scheinbar unnormalere Lebensverhältnisse gerät. Dabei geht es um Zugehörigkeit, Familie, Akzeptanz, Emanzipation und Sexualität. Die angebliche Normalität wird infrage gestellt und Glück woanders gefunden.
Wie bereits erwähnt, haben wir hier einen ganz wunderbaren Film und entsprechen habt ihr hoffentlich auch wunderbar viel Spaß.

Podcast herunterladen
Trailer
Reisespezial
Daniel war in Korea bzw. Seoul und brachte euch nicht nur die schönen Bilder dort unten mit, sondern auch diese Podcastepisode. Ist das nicht nett von ihm?
Und so könnt ihr seinen abenteuerlichen Geschichten aus dem Cockpithotel hören. Oder ihr erfahrt, wie er mit Essstäbchen Türen knackt. Oder wie wild die wilden koreanischen Omas sind. Vielleicht hört ihr auch etwas über Mode und Make-up oder Kaffee und Kopfkissen. Und die Moomins darf man ja nun auch nicht vergessen. Typisch koreanisch. Ebenso wenig den Herrn Trump. Was auch immer der da wieder treibt. Außerdem wird die Frage beantwortet, ob der Hotelangestellte sich während des Gesprächs mit den Kunden rasiert. Und natürlich redet er über Essen. Wie könnte man auch nicht? Es gibt ja schließlich gesalzenes Karamell.
Freut euch also, denn große Abenteuer warten auf euch!
Podcast herunterladen
Mehr Bilder von Daniel gibt es hier






